Fouad, 45 Jahre aus Syrien

Familienstand: verheiratet, 4 Kinder
Beruf: Lehrer für Englisch und Arabisch
Hobbys: Lesen, spazieren, Freunde treffen, die Natur genießen

Fouads Haus wurde kürzlich von Bomben zerstört. Das einzige, was noch übrig ist, ist die Küche in der nun seine Familie wohnt. Als er nach Deutschland flüchtete mit dem Gedanken seine Familie nachzuholen, war der Krieg noch nicht so schlimm wie jetzt. Da die Flucht sehr gefährlich war, reiste er alleine und möchte nun seine Familie über einen einfacheren Weg nach Deutschland nachholen. Die Frau und Kinder hätten die beschwerliche Reise nicht geschafft.

Die Lebensmittelpreise in Syrien sind enorm gestiegen, hat seine Frau ihm gesagt. Er telefoniert über WhatsUp täglich mit seiner Familie und macht sich große Sorgen. Die Syrier sind ein freundliches Volk und wünschen sich nicht mehr als Frieden, sagt er immer wieder. In den Medien werden dort dauernd die Präsidentenfamilie gezeigt, was ihm nicht gefällt. Frieden ist das, was sein Land möchte. Seit über 5 Jahren lebte er mit seiner Familie in Angst. Viele Menschen sind gestorben.

Er hat die gefährliche, harte Reise per Boot über die Türkei auf sich genommen und war viel zu Fuß unterwegs. Fouad war ca. 16 Tage unterwegs nach Deutschland. Seit Dezember 2015 ist er nun hier. Auch er möchte sich integrieren, seine Familie holen, Deutsch lernen und einen Job finden. Vielleicht könnte er etwas arbeiten, bei dem seine guten Englischkenntnisse helfen könnten, meint er.

„Niemand war auf der Flucht so freundlich und hilfsbereit wie die Deutschen. Sie sind ein großartiges Volk.“

- Fouad -

Begeistert erzählt der Lehrer von der arabischen Sprache. Es macht Spaß ihm zu zuhören. Die Sprache sei sehr vielseitig und hat einen sehr großen Wortschatz erzählt er. Fouad gestikuliert begeistert mit seine Armen. 100 Seiten könnte man auf arabisch Schreiben um allein die Augen einer Frau zu beschreiben ohne sich zu wiederholen, berichtet er. Danach wird er ganz still und schaut traurig. Er vermisst seine Familie, sagt er.

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