Nora, 15 Jahre aus Syrien

Nora lebte mit ihren kurdischen Eltern und einer Schwester in Aleppo / Syrien. Ihr Vater arbeitete dort in der Produktion einer Firma, die Taschen herstellte. Dann kam der Krieg und die Bomben stürzten in ihre Stadt ein. Nora floh mit ihrer Familie über Schleuser in die Türkei. Die Reise war sehr gefährlich. Von der Türkei aus ging es weiter mit einem kleinen Boot nach Griechenland. Die Wellen peitschten, der Motor dröhnte. Das kleine Boot war mit seinen 35 ängstlichen Insassen total überfüllt und die meisten konnten nicht schwimmen.

In Griechenland heil angekommen, reiste Nora mit ihrer Familie in einem großen Boot nach Athen. Danach ging es weiter über Mazedonien, Serbien, die Slowakei, Ungarn und Österreich. Acht Tage war Nora mit ihrer Familie per Zug und zu Fuß unterwegs, bis sie endlich Deutschland erreichten. Unterwegs ist sie vielen hilfsbereiten Menschen begegnet, die sie und ihre Familie mit Essen und Schlafplätzen versorgten.

 

"Deutschland findet sie sehr schön. Ich mag es, dass die Deutschen die Kinder so gerne mögen. Aber Syrer mögen Kinder natürlich auch sehr gerne."

- Nora -

In Deutschland war Nora mit ihrer Familie zunächst für zwei Monate in Gießen, dann wurden sie Hochheim-Massenheim zugewiesen und lebten dort viele Monate mit rund 100 weiteren Personen in der Sporthalle. Nun ist sie sehr glücklich in Hochheim zu wohnen. Hier kann sie zur Schule gehen. Ihre Deutschkenntnisse sind schon gut. Sie ist sehr fleißig, weil sie in Zukunft Ärztin werden will oder in einer Apotheke arbeiten möchte. 

Tags: Flüchtling

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.